SAV Bayer Leverkusen e.V.

 

Chronik des Sportanglervereins Bayer Leverkusen e.V (SAV)


1908 Von den Farbenfabriken Bayer werden unentgeltlich 28 Angelkarten ausgegeben.

Sept. 1910 Die Direktion der Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co., Elberfeld, lässt durch eine Bekanntmachung an allen Werkstoren die Angler wissen, dass die Firma wie im Vorjahr 50 Angelkarten den Werksangehörigen zur Verfügung stellt. Die Erlaubnis erstreckt sich auf die Rheinstromkilometer 197,5 bis 200,8 gepachtete Strecke der Rheinstromfischerei.

Nov. 1910 Der Bürgermeister von Hitdorf bietet der Wohlfahrtsabteilung der Farbenfabriken eine Strecke kostenlos zur Pacht an: Von Rheindorf bis zur Hitdorfer Gemeindegrenze, ab Stromkilometer 200/0 + 80 bis zur Buhne gegenüber der Viehgasse Hitdorf, Stromkilometer 203/5 + 60. Empfänger des Schreibens war Kgl. Major a. D. Mandel.

März 1911 Emil Disch aus Düsseldorf a. Rhein beantragt in einem Schreiben an den Geheimrat Prof. Dr. Carl Duisburg die Erlaubnis der Aalfischerei mit zwei nebeneinanderliegenden Schockern für die Stromkilometer 195,5 bis 199,6. Emil Disch möchte damit einen früheren Schaden durch Abwässer ausgeglichen haben. Es kommt letztendlich zur Genehmigung von einer Ankerkeule und die Ausstellung eines Arbeiter–Legitimationsscheines zum Fischen mit einem Schocker im Juli 1911.

Sept. 1911 Die Direktion der Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co., Elberfeld, macht durch Aushang an den Werkstoren folgendes bekannt: Es werden insgesamt 86 Angelkarten den Werksangehörigen angeboten für die Strecken von Stromkilometer 197,5 bis 200,8 und von 202/0 + 80 bis 203/5 + 60. Das sind 36 Karten mehr als im Vorjahr, bedingt durch die Neuanpachtung der Hitdorfer Rheinstrecke.

März 1912 Bestimmungen für den Fischereiausschuss der Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co. Leverkusen sagen u. a., dass sich 6 Paragrafen mit den Bestimmungen befassen. Folgende Strecken wurden gepachtet:
- von Stromkilometer 197,5 bis 199,6 von der königlichen Oberförsterei der Rheinwarden zu Kleve
- von Stromkilometer 199,6 bis 200,8 von der katholischen Kirchengemeinde Rheindorf
- von Stromkilometer 200/0 + 80 bis 203/5 + 60 von der Gemeinde Hitdorf.
120 Angelkarten stehen zur Verfügung. Die Fangstatistik wird bereits verfolgt. Wer diese nicht führt, wird bei der Vergebung der Angelkarten nicht mehr berücksichtigt. Die Ausschussmitglieder haben sich davon zu überzeugen, dass die Angelkarten auch genutzt werden. Verfehlungen der Fischereigesetze sind dem Vorstand mitzuteilen.

Dez. 1912 Um eine größere Beteiligung der Werksangehörigen an der Ausübung der Fischerei herbeizuführen, regt der Fischereiausschuss an, vierteljährlich einen belehrenden Artikel in der Fabrikzeitung „Erholung“ über die Ausübung der Fischerei erscheinen zu lassen.

17.02.1913 Gründungsversammlung des Fischereivereins der Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co., Leverkusen bei Köln a. Rhein. Der Versammlungsleiter legte die vom vorbereitenden Ausschuss bereits in einer Sitzung ausgearbeitete Satzung zur Prüfung der Genehmigung durch den Verein vor. Dieser genehmigte die Satzung, und ein Vorstand wurde für die Dauer von 2 Jahren gewählt. Der erste Vorsitzende des Vereins wurde Herr Dr. Dietz, Chemiker. In dieser Versammlung wurde Herr Geheimrat Prof. Duisberg einstimmig zum Ehrenvorsitzenden gewählt.

25.02.1913 Die Wahl zum Ehrenvorsitzenden wurde Herrn Geheimrat Prof. Dr. C. Duisberg handschriftlich durch den Vorstand des Fischereivereins mitgeteilt.

27.12.1913 Weihnachtsfeier des Fischereivereins

Jan. 1914 Die erste Fangstatistik wird vorgelegt. Diese wurde sehr genau durchgeführt. Aus ihr geht hervor, dass ein weiterer Streckenabschnitt für das Jahr 1913 gepachtet war: Stromkilometer 185,0 bis 197,0 und Faulbach abwärts (Roggendorf, Flittard)

1914 Die Firma führt ein Musterkassenbuch für Vereine ein. Sie stellt den Werksangehörigen die gepachteten Rheinfischereien und die Forellenfischerei der Dhünn kostenlos zur Verfügung. In 1913 waren 151 Mitglieder und 118 verausgabte Karten. 927 Kilo Fische wurden gefangen. Die Unterhaltungskosten lagen bei 2.755 Mark.

Jan. 1914 1913 wurden zwei regelmäßige Zusammenkünfte abgehalten. Diese waren im Durchschnitt mit 100 Personen besucht. Ein Referat wurde vom Vorsitzenden gehalten. Die Weihnachtsfeier besuchten 95 Personen.

Feb. 1914 Am 20. Februar findet die Hauptversammlung statt.

März 1914 Der erste Kassenbericht wies folgende Informationen aus:
- Einnahmen des Vereins:
- Jahresbeitrag der 151 Mitglieder : 114 Mark
- Gesamtzuschuss der Farbenfabriken: 2755 Mark einschließlich Pacht, Brut usw..: (Anschaffung von Geräten in Mark: 148, Pacht: 1852, Brut: 74, Drucksachen: 240, Bargeld: 400, Diverses: 41).
- Ausgaben in Summe: 2681 Mark (Aufteilung: Verwaltung 240, gesellige Veranstaltungen 474, Pacht 1852, Brut 74 und sonstige Ausgaben 41).
Die Fangergebnisse wurden Herrn Geheimrat Duisberg am 16.01.1914 zugesandt.

April 1914 Der Fischereiverein lädt zu einem Vortrag im Gesellschaftshaus ein. Der Titel lautet: „Die Fischerei in den Strömen einst und jetzt“. Vortragender ist Herr Professor Schiemenz, Vorsteher des königlichen Instituts für Binnenfischerei in Friedrichshagen bei Berlin. Über diesen Vortrag wurde im Vereinsorgan „Erholung“ Nr. 7 und 8 berichtet.

Mai 1914 Der Fischereiverein übergibt dem Ehrenvorsitzenden den ersten diesjährigen Wanderaal aus dem Rhein.

Feb. 1915 Im Jahresbericht 1914 ist u.a. zu lesen: Die Kartenzahl erhöhte sich von 118 auf 131 (von Herrn Roggendorf konnten 13 Karten mehr als im Vorjahr bekommen werden. Die Mitgliederzahl stieg von 151 auf 192. An Fischwasser standen 9,8 km zur Verfügung (wie im Vorjahr). Bei Große Ledder wird der Forellenfischerei nachgegangen. Fünf Karten waren hierfür ausgegeben worden. Das Vereinsleben war beeinträchtigt durch die Einberufung von 51 Mitgliedern zu den Waffen. Die nicht eingezogenen Mitglieder halten den Kontakt zu ihren Kameraden aufrecht. Im Juli gratulierte der Verein Herrn und Frau Geheimrat Duisberg zur Verlobung ihrer Tochter mit Herrn Dr. phil. Hans-Hasso von Veltheim. Zwei Polizeisergeanten erhielten für erfolgreiche Anzeige von Fischräubern je fünf Mark Belohnung.

Feb. 1915 Am 20.02.1915 fand die Hauptversammlung statt. Das Vereinsvermögen erhöhte sich im Berichtsjahr um 267,63 auf 465,10 Mark. Eine Weihnachtsfeier fand wegen der Kriegsereignisse nicht statt.

Mai 1917 Der Fischereiverein gibt folgende Nachricht in Umlauf: Der Verein hat aus dem Gerätefond 50 Stück vierteilige 6 m lange Bambusruten angeschafft. Auf diese Weise sollen in diesem und den nächsten Jahren alle Mitglieder in den Besitz einer Rute gelangen; es scheiden deshalb die jedesmaligen Gewinner für die nächsten Jahre aus, bis jedes Mitglied eine Rute bekommen hat. Die Ruten bleiben Vereinseigentum und sind nach Ausscheiden aus dem Verein zurückzugeben. Die diesjährige Verlosung findet statt am Mittwoch, dem 23. Mai 1917 abends 8 Uhr im Vereinssaale des Erholungshauses.

März 1928 Bekanntmachung: Inhaber von Fischereierlaubnisscheinen für die Rheinfischerei der Kirchengemeinde Rheindorf oder der Stadtgemeinde Hitdorf können die Pontonbrücke an der Wuppermündung infolge einer Abmachung mit deren Besitzer zwecks Ausübung der Fischerei gegen Vorzeigung des Erlaubnisscheines bis 31. Dezember 1928 frei passieren. Unterzeichner ist der „Fischerei-Verein der I. G. Farbenindustrie Aktiengesellschaft Leverkusen b. Köln / Rhein“.

März 1934 Der Vorsitzende des Fischereivereins macht auf den Zusammenschluss aller deutschen Angler aufmerksam und lädt ein zu einer Versammlung im Rheinischen Hof, Leverkusen–Wiesdorf, Nobelstrasse 1. Termin ist Donnerstag, der 8. März, um 20 Uhr. Es ist ein Vortrag von dem Gausportwart Bayern–Nord, Herrn Geissler, vorgesehen, der den Titel „Bunte Bilder vom Angelsport wie er wirklich ist“ trägt. Der Vereinsvorsitzende erwartet restloses Erscheinen der Mitglieder.

Juni 1934 Aufruf zum Deutschen Anglertag am 17.06.1934 durch den Reichsverband Deutscher Sportangler e.V.. An diesem Tag sind zwei Gemeinschaftslieder vorgesehen:
- Nr. 1 mit der Melodie „Die Lore am Tore“, das die zu fangende traute Forelle besingt und
- Nr. 2: nach der Melodie „Die Lindenwirtin“, mit dem Inhalt eines Anglers am Wasser.
An diesem Tag findet ein Wettangeln auf der Rheinfischereistrecke von Stromkilometer 199,6 bis 200,8 statt. Dieses Angeln wird von Kontrolleuren streng überwacht. Im gleichen Monat wird zur Kenntnis gegeben, dass die Vereinsmitglieder bei der Ausübung des Sports gegen Unfall versichert sind. Dieses erfolgt über den Reichsbund Deutscher Sportangler. Der Kölner Stadtanzeiger berichtete am 18.06.1934 über den „Deutschen Anglertag“.

Jan. 1935 Die Mitglieder werden am 10.01.1935 zur Hauptversammlung eingeladen, die am 02.02.1935 um 20 Uhr im Vereinssaale des Erholungshauses stattfindet.

April 1938 Am 2. April findet das 25jährige Bestehen des „I. G. Sportanglervereins Leverkusen“ statt. Das Jubiläum wird als Kameradschaftsabend zusammen mit den Dormagener Mitgliedern ganz schlicht gefeiert. Das Programm wird u.a. gestaltet vom Orchesterverein, dem Vereinsbarden Bahlo und Sportskamerad Radke, verbunden mit Reden des Vereinsführers und Ansprachen von Vertretern des Reichsverbandes Deutscher Sportfischer sowie befreundeter Vereine. In der Tagespresse wird ausführlich über die Jubiläumsfeier berichtet.

Mai 1940 Die Monatsversammlungen werden vom Rheinischen Hof nach Bahnhofshotel Liese (vorm. Schweigert), Ecke Kölner- und Manforterstr., verlegt.

Jan 1948 Die Werksleitung der Farbenfabriken Bayer wird vom Vorstand informiert, dass auf der am 25.01.1948 stattgefundenen Hauptversammlung des Vereins beschlossen wurde, den Verein fortan unter dem Namen „Sportanglerverein der Farbenfabriken Bayer Leverkusen“ zu führen. Der Verein hatte zu diesem Zeitpunkt 286 Mitglieder.

Juni 1953 Das 40jährige Vereinsjubiläum wird vorbereitet. Dieses fand am 06.06.1953 im Erholungshaus statt. Die Presse berichtet über ein feucht-fröhliches 40jähriges Jubiläum der Bayer–Sportangler mit etwas Anglerlatein. Es wird von beachtlichen leiblichen Genüssen gesprochen, in Form einer Bockwurst in Riesenformat. Der Verein hatte zu diesem Zeitpunkt 310 Mitglieder. Das Fischen wurde zum Sonneck verlegt, zumal der Rhein und die Wupper schon längst nicht mehr zum idealen Fischwasser zählten.

März 1956 Wegen des Projektes West–Ost–Achse im Zuge der Karl–Krekeler–Straße kommt es zu Aufregungen und Demonstrationen, zumal das Sonneck – das Angelgewässer schlechthin – dem Angelsport nicht mehr zur Verfügung stehen wird.

März 1961 Die Kölnische Rundschau berichtet am 14.03.1961 darüber, dass der Rheinfisch nicht mehr genießbar ist. Dieses wurde in der Hauptversammlung bekannt gegeben. Der Rhein komme als Sportgebiet kaum noch in Betracht, da die Fische wegen Industrieabwässer und anderer Einflüsse ungenießbar seien. Die Hauptversammlung fand im überfüllten Saal Krahne statt. Von 400 Mitgliedern waren etwa die Hälfte erschienen. Auf dieser Versammlung wurde erstmals vom Bau eines großen Vereinshauses gesprochen.

Sept. 1962 Die Tageszeitung berichtet am 26.09.1962 von einer außerordentlichen Hauptversammlung, die im Parkhaus vor etwa 100 mitgliedern stattfand. In dieser Versammlung wurde der Versicherungsschutz der Mitglieder beschlossen. Der Angelverein wird der Sporthilfe e.V. angeschlossen. Weiterhin wurde unter der Leitung vom 2. Vorsitzenden Gustav Glocke ein Ausschuss gebildet, der das Jubiläumsfest im Jahre 1963 vorbereiten soll.

Mai 1963 Der Ehrenvorsitzende Dr. Kurt Hansen sagt seine Teilnahme zum 50 jährigen Jubiläumsfest ab, da er am gleichen Tag (8.6.1963) einen Vortrag in Frankfurt halten muss.

Mai 1963 Das Vereinsorgan „Der Angelhaken“ berichtet in seiner Nummer 10 über 50 Jahre SAV Bayer Leverkusen e.V. (Jubiläumsausgabe).

 

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